29
Sep
13

Wenn einem nichts mehr bleibt

Der Bericht des KZ Häftlings Nr. 119 104 über seine geistigen
Bilder des geliebten Menschen und die Hoffnung die sie Schenken.

„Während wir kilometerweit dahinstolpern, im Schnee waten
oder auf vereisten Stellen ausgleiten, immer wieder einander
stützend, uns gegenseitig hochreißend und
vorwärtsschleppend, fällt kein Wort mehr, aber wir wissen
in dieser Stunde: jeder von uns denkt jetzt nur an seine
Frau. Von Zeit zu Zeit schau ich zum Himmel hinauf, wo Weiterlesen ‚Wenn einem nichts mehr bleibt‘

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05
Jun
11

Die Schlange, der Bauer und der Reiher (Afrikanisches Volksmärchen)

Eine Schlange, die von Jägern gehetzt wurde, bat einen Bauern, ihr das Leben zu retten. Um sie zu verstecken, hockte der Bauer sich hin und liess die Schlange in seinen Bauch kriechen. Als die Gefahr vorüber war, sagte er zu der Schlange, sie solle herauskommen. Doch die weigerte sich. Im Bauch war es warm und sicher. Auf dem Heimweg sah der Bauer einen Reiher. Er ging zu ihm und flüsterte ihm zu, was passiert war. Der Reiher sagte, er solle sich hinhocken und die Schlange herauspressen. Als der Kopf der Schlange herauskam, packte er ihn, zog sie heraus und tötete sie. Der Bauer hatte Angst, es wäre noch Schlangengift in seinem Bauch, doch der Reiher sagte ihm, gegen Schlangengift würde helfen, sechs weisse Vögel zu kochen und zu essen. „Du bist ein weisser Vogel“, antwortete der Bauer. „Du kannst den Anfang machen.“ Er packte den  Reiher , steckte ihn in einen Sack und nahm ihn mit nach Hause. Dort erzählte er seiner Frau, was passiert war. „Wie kannst du so etwas machen?“ sagte die Frau. „Der Vogel tut dir einen Gefallen, befreit dich von dem Biest in deinem Bauch, rettet damit dein Leben, und du packst ihn und willst ihn töten.“ Ohne zu zögern liess sie den Reiher frei, und der flog davon. Doch vorher hackte er ihr die Augen aus.

Moral: Wenn du siehst, dass Wasser Bergauf fliesst, bedankt sich jemand für einen Gefallen.

04
Apr
11

Die Grenzen unserer Wahrnehmung

Grundsätzlich sind der menschlichen Erkenntnisfähigkeit Grenzen gesetzt. Das beginnt schon damit, dass unsere Sinnesorgane nur einen Teil der Wirklichkeit erfassen können. Radioaktivität oder Elektrizität können wir weder hören noch sehen. Haie haben hingegen einen Sinn zur Wahrnehmung von Elektrizität. Das nächste Problem ist die Interpretation der Sinneseindrücke. Optische Täuschungen beweisen, dass diese Interpretation nicht immer fehlerfrei funktioniert. Es stellt sich daher die Frage, ob die Wirklichkeit überhaupt so ist, wie wir sie wahrnehmen. Weiterlesen ‚Die Grenzen unserer Wahrnehmung‘

27
Feb
11

Pflicht und Zwang

Es ist schon psychologisch ein riesiger Unterschied, ob jemand gezwungen
wird, etwas zu tun oder ob es seine Pflicht ist. Zwang geht von einem
Anderen aus. Dieser ist erkennbar und angreifbar. Die Pflicht ist hingegen
eine Eigenschaft des Verpflichteten und definiert sich nicht über den, der
verpflichtet. Daher sagt man Weiterlesen ‚Pflicht und Zwang‘

16
Jan
11

Hintergründe unseres Handelns

Wenn man die Handlungsweise eines Menschen beeinflussen will, so sollte man wissen, warum er so handelt und nicht anders. Für das Opfer ist hingegen wichtig, die Gründe für das eigene Handeln zu kennen um Fremdeinflüsse zu erkennen. Weiterlesen ‚Hintergründe unseres Handelns‘

05
Dez
10

Die revoltierende Armee

In medizinischen Texten über das Immunsystem, ist zu lesen, dass wir ein optimal programmiertes System zur Abwehr von fremdartigen Angreifern besitzen. Wissenschaftlich versteht man darunter, dass vom Knochenmark, effiziente Verteidigungsstrukturen gebildet werden: Leukozyten, T- Lymphozyten, B- Lymphozyten, verschiedene Granulozyten etc.
Dieses Wissen erzeugt bei den meisten ein Gefühl der Zufriedenheit und Gewissheit, verteidigt zu werden. Versucht man jedoch, Weiterlesen ‚Die revoltierende Armee‘

14
Nov
10

Der Krieg und die Medizin

Man stelle sich vor, dass das aktuelle System der Untersuchung des menschlichen Körpers und seinen Krankheiten, seine Wurzeln am Ende des Mittelalters hat. Durch die Renaissance und der Aufklärung, verstand der Mensch sich schlussendlich als Hauptdarsteller der Erforschung von Phänomenen auf Basis wissenschaftlicher Erklärungen anzusehen.
1549 schrieb der Philosoph Francis Bacon: „Die moderne Wissenschaft wird die Natur beherrschen und kontrollieren müssen.“
Logischerweise fing man an alles was mit Dogmen oder Glaubenssätzen behaftet war, zu überdenken. Man ging den Weg der Forschung und im Medizinischen Beriech blieb dem Menschen nichts anderes übrig, als den menschlichen Körper zu zerlegen und zu studieren. Mit Hilfe des Skalpells, um bis ins kleinste Detail verstehen zu können, wie dieser gebaut war, entstand eine sich immer mehr auf Kleinigkeiten konzentrierende und Reduktionistische Untersuchungsmethode. Weiterlesen ‚Der Krieg und die Medizin‘




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